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Geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds sind, rechtlich betrachtet, unternehmerische Beteiligungen. Der Investor ist meist ein Kommanditist (stiller Teilhaber) einer GmbH und Co KG. Der Charakter als unternehmerische Beteiligung (inklusive der damit verbundenen Risiken) macht einen der Unterschiede zu einem Invesmtent in einem offenen Invesmtentfonds aus.

Anders als Offene Fonds ist der Einzahlungszeitraum bei geschlossenen Fonds begrenzt. Nach der Platzierungsphase kann nicht mehr investiert werden. Geschlossene Fonds haben anders als die meisten Offenen Fonds auch eine begrenzte Laufzeit, währenddessen eine Rückgabe der Anteile nicht möglich ist. Anders als bei den Offenen Fonds wird das Vermögen der Geschlossenen oft nur auf wenige Investments gestreut. Auch das ist ein Grund, warum Geschlossene Fonds in der Regel riskanter als Offene Fonds sind.

 


Investitionsziele Geschlossener Fonds

 

Geschlossene Fonds investieren sehr häufig in Immobilien. Dabei stehen oft Entwicklungs- und Bauphasen einer Immobilie im Mittelpunkt des Investmentinteresses. Beliebte Anlagen sind auch Schiffe, sowie Container oder Flugzeuge. Im Stiftungsbereich erfreuen sich alternative Anlagen, das sind Beteiligungen zur Förderung nachhaltiger Wirtschaftsformen, wachsenden Interesses. Dazu gehören Solaranlagen, Windparks, Biogasinvestments, aber auch Anlagen in Wald oder in Plantagen. Auch Wagnis-Kapital (Venture Capital) und Beteiligungen an wachstumsorientierten Unternehmen (Private Equity) stellen Geschlossene Fonds zur verfügung. Einen Überblick über verschiedene aktuelle Beteiligungsangebote gibt es hier.



Neue Rechtliche Grundlagen für Geschlossene Fonds

 

Seit dem Juli 2013 gilt für Geschlossene Fonds ein weitgehend neuer Rechtsrahmen, der im sogenannten Kapitalanlgaegesetzbuch niedergelegt ist.  Die neuen rechtlichen Grundlagen bewirken - grob gesagt, dass der Bereich der Geschlossenen (AIF) ähnlich streng wie der der offenen Fonds (OGAV) reguliert wird. Der sogenannte Graue Kapitalmarkt gehört nach Meinung vieler Beobachter damit der Vergangeneheit an. Die wichtigsten Änderungen: Geschlossene Fonds dürfen nur noch von sogenannten Kapitalverwaltungsgesellschaften aufgelegt werden, die von der BaFin eine Erlaubnis besitzen. Es gibt jährliche unabhängige Wertprüfungen der Anteile an Geschlossenen Fonds. Es gibt eine Prospekthaftung und eine deutlich weitergefasste Transparenz über Kosten und Risiken der Anlage. Zu Details und Ausnahmen siehe die Seiten der BaFin.

 


Sind Geschlossene Fonds für Stiftungen geeignet, Prof. Dr. Hilp?

 

Ein Interview mit dem Hochschullehrer Prof. Dr. Jürgen Hilp. Jürgen Hilp gilt als einer der Experten für Geschlossene Fonds in Deutschland. Der Hochschullehrer ist nicht nur ein Theoretiker. Er betreibt auch eine Vermittlungsseite für Geschlossene Fonds. RenditeWerk sprach mit ihm über die Eignung Geschlossener Fonds für Stiftungen.

Zum Interview

 

 

 

 

 

 


Warum Geschlossene?

 

Interview mit Michael Schulz

Michael Schulz gilt als einer der versiertesten Finanzjournalisten zum Thema Geschlossene Fonds in Deutschland. Seit Jahrzehnten berichtet er Lesern im Handelsblatt- und Finanz-Verlag (Euro, Euro am Sonntag) über Chancen und Tücken dieser besonderen Anlageklasse. Im Gespräch mit RenditeWerk beleuchtet Schulz den Anlagebereich aus der Sicht von Stiftungen. Zum Interview.