Nachhaltigkeit und Rendite

Von Thomas Hellener, Geschäftsführer der PRIMA Fonds Service GmbH

Immer mehr Anleger wollen mit ihrer Geldanlage nicht nur eine angemessene Wertsteigerung erzielen. Sie wollen auch dort investieren, wo sinnvoll und nachhaltig mit ihrem Geld gearbeitet wird. Verantwortliches Investieren ist mit Nachhaltigen Geldanlagen möglich, denn diese ergänzen die klassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Aspekte.

Stiftungen sind vom Grundsatz her bereits nachhaltig aufgestellt. Sie werden, sofern sie nicht als Verbrauchsstiftung errichtet sind, auf Ewigkeit angelegt. Mit der nachhaltigen Geldanlage schließt sich somit für Stiftungen der Kreis, da nicht nur die Vergabe der Mittel, sondern auch deren Anlage dann dem Stiftungszweck dient.

In der aktuellen Zinslandschaft sind Stiftungen und ihre Anlageausschüsse nicht zu beneiden. Vielerorts haben sich Erträge nicht so entwickelt, wie auf der Verpflichtungsseite zuvor geplant. Stiftungen müssen zwar nicht gewinnorientiert arbeiten, doch gemäß ihrer Satzungen ist der Kapitalerhalt ihre wichtigste Aufgabe. Der Ertrag des Stiftungskapitals dient dann dazu, den Stiftungszweck zu erfüllen und die laufenden Kosten zu decken. Doch: Wie soll man in Zeiten niedriger Zinsen, verbunden mit den steigenden Risiken am Anleihemarkt diese Ziele erreichen? Trotzdem investieren die meisten der gut 25.000 Stiftungen in Deutschland überwiegend in Zinspapiere.

Ein Ausweg ist die Anlage in Aktien, also in Unternehmen, die sich in höchstem Maße dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben. Eine solche Möglichkeit bietet der PRIMA – Global Challenges (WKN: A0JMLW /ISIN: LU0254565566). Nach einem Strategiewechsel im Oktober 2013 investiert der Fonds ausschließlich in Aktien, die im Global Challenges Index (GCX) enthalten sind. Dieser Index ist ausgerichtet auf die sieben globalen Herausforderungen wie die Bekämpfung der Armut, die Folgen des Klimawandels, der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ausgeschlossen sind Anlagen in Geschäftsfeldern wie etwa Beispiel Atomenergie, Biozide, Chlorchemie, grüne Gentechnik und Rüstung.

 

Strenge Ausschlusskriterien

Der Index und damit der Fonds umfasst weltweit tätige Unternehmen aus der EU, Japan, den USA und Kanada, die sich dieser Verantwortung aktiv stellen, durch ihre Produkt- und Dienstleistungspalette eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich gleichzeitig Chancen für ihre zukünftige Geschäftsentwicklung erschließen. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt nach strengen Kriterien: die Münchner Nachhaltigkeitsratingagentur oekom research bewertet die Unternehmen hinsichtlich ihres sozialen und umweltbezogenen Engagements sowie der Einhaltung strenger Ausschlusskriterien. Für eine Investition qualifizieren sich darüber hinaus nur Unternehmen, die sowohl die branchenspezifisch definierten Anforderungen erfüllen, als auch im Branchenvergleich die höchsten Standards setzen (absoluter Best-in-Class-Ansatz). Das sind derzeit Unternehmen wie der deutsche Windanlagenbauer Nordex, oder auch der japanische Fahrradkonzern Shimano. Dabei gewährleistet der Fonds eine hundertprozentige Transparenz, denn alle Unternehmen im Portfolio werden im Rahmen des Factbooks inkl. ihrem nachhaltigen Stärke-/ Schwächeprofil veröffentlicht.

 

Warum Aktien? Vorteil Zeithorizont!

Bleibt die Frage: Warum Aktien? Bei einem genauen Blick auf die verschiedenen Asset-Klassen werden Stiftungen schnell erkennen, dass sich Investments in Aktien besonders lohnen – und das, ohne den Kapitalerhalt zu gefährden. Dabei wird aber gleichzeitig genügend Ertrag erwirtschaftet, um den Stiftungszweck zu erfüllen und die laufenden Kosten zu decken. Denn Stiftungen und Aktien haben eines gemeinsam: Beide sind auf einen sehr langen Zeithorizont ausgerichtet.

Außerdem sind Aktien langfristig die renditestärkste Anlageklasse. Über Zeiträume von 20 oder 30 Jahren zeigten die durchschnittlichen Entwicklungskurven von Aktien- gegenüber Renteninvestments nach Daten des BVI zwar höhere Kursschwankungen und damit auch mehr kurzfristige Unsicherheit. Doch bei der Wertentwicklung punkten die Aktien ganz klar. Aktien erzielen historisch gesehen die besten Renditen. Das heißt: Durch die Anlage in Aktien nimmt das Vermögen von Stiftungen am Wertzuwachs von Unternehmen teil. Und da Stiftungen langfristig denken, können sie auch mal Kursschwankungen aussitzen.

 

Nachhaltige Rendite

Und auch das Vorurteil, dass nachhaltige Investments Einbußen bei der Rendite hinnehmen müssen, ist nicht gerechtfertigt. Im Gegenteil, diese Befürchtung ist sogar falsch. Zahlreiche Studien, wie die jüngste Studie „From the Stockholder to the Steakholder“ der Universität Oxford belegen: „Unternehmen, die verantwortungsvoll mit dem Thema Nachhaltigkeit umgehen, erwirtschaften über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum höhere Gewinne und haben dabei durchschnittlich weniger Risiko.“

Neben den Kursgewinnen kommen dem Stiftungsvermögen aber auch noch Dividenden zugute. Das aktuelle Portfolio des  PRIMA – Global Challenges erwirtschaftet eine durchschnittliche  Dividendenrendite von gut 2,4 Prozent p.a. – Geld, das dem Stiftungszweck und der laufenden Geschäftstätigkeit zu Gute kommt. Das ist deutlich mehr als die Erträge aus Rentenpapieren. 

Maßgeschneiderte Anlagekonzepte

In Abhängigkeit der Anlagebedürfnisse einer Stiftung bieten wir im Rahmen individueller Mandate die passende Strategie. Ein Ertrags-Overlay kann beispielsweise das Erreichen der Zielrendite absichern und zusätzliche ausschüttungsfähige Erträge generieren. Individuelle Anlagerichtlinien können durch die Kombination von Investment-Spezialisten im Rahmen von Multi-Manager-Konzepten umgesetzt werden.

Ethisches & nachhaltiges Investieren ist für eine Stiftung der notwendige und richtige Weg, denn Nachhaltigkeit rechnet sich nachweislich: Das zeigt auch die Performance des PRIMA – Global Challenges nach dem Strategiewechsel. Darüber hinaus steht der Fonds für ein ausgezeichnetes Research, eine hohe Transparenz und eine breite Streuung in viele Umweltthemen. Vorteile, die sich Stiftungen zunutze machen können.

Da der Fonds stets voll investiert ist, eignet er sich sehr gut als Aktien-Beimischung im Portfolio einer Stiftung.


Über PRIMA:

Die PRIMA Fonds Service GmbH ist eine Investment-Boutique für innovative und qualitativ hochwertige Investmentfonds. Unsere PRIMA-Fonds werden von externen Vermögensverwaltern und Fondsmanagern, zum Bsp. Dr. Hendrik Leber (Fondsmanager des PRIMA – Global Challenges), ACATIS Investment GmbH oder Frank Fischer, Shareholder Value Management AG, die über eine langjährige Expertise in ihren jeweiligen Schwerpunktbereichen verfügen, gemanagt.